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Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie PISA 2006 wurde in den letzten Tagen und Wochen viel über die Ergebnisse diskutiert. Wir wollen an dieser Stelle kurz die Ergebnisse zusammenfassen und es Ihnen mit zwei Links ermöglichen, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.
Fächerübergreifende Ergebnisse
- Deutschland gehört weiterhin zu den Ländern mit der größten Leistungsheterogenität, d.h. die Spannweite zwischen guten und schlechten Ergebnissen ist hier besonders hoch.
Leistungen in den Naturwissenschaften
- Die deutschen Schülerinnen und Schüler erreichen im Durchschnitt 516 Punkte (Rang 8 der OECD-Staaten, Rang 13 aller teilnehmenden Staaten) und liegen damit erstmals über dem Mittelwert der OECD.
- Insgesamt ergeben sich in Deutschland wie im OECD-Durchschnitt keine nennenswerten Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen, allerdings sind im oberen Leistungsbereich deutlich mehr Jungen als Mädchen anzutreffen.
Lesekompetenz
- Die deutschen Schülerinnen und Schüler konnten ihre Leseleistungen auf 495 Punkte (PISA 2000 484 Punkte, PISA 2003 491 Punkte) verbessern und damit zum OECD-Durchschnitt (492 Punkte) aufschließen.
- Wie in allen OECD-Staaten schneiden auch in Deutschland Mädchen deutlich besser ab als Jungen.
- Bei der Lesekompetenz zeigt sich eine leichte Entspannung beim Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb. Deutschland gehört damit zu den wenigen Ländern, in denen sich die Abhängigkeit der Leseleistungen von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich verringert hat, aber er ist immer noch zu hoch.
Mathematische Kompetenz
- In Mathematik liegt Deutschland mit 504 Punkten (PISA 2000 490 Punkte, PISA 2003 503 Punkte) im Bereich des OECD-Durchschnitts und stabilisiert damit seine Position gegenüber dem OECD-Mittelwert, der leicht abgenommen hat (von 500 auf 498 Punkte).
- In Deutschland schneiden die Jungen besser ab als Mädchen, dabei sind die Unterschiede mit 20 Punkten im internationalen Vergleich relativ groß.
Soziale Herkunft, Kompetenzerwerb und Bildungsbeteiligung
- Insgesamt bestehen aber weiterhin beim Besuch des Gymnasiums erhebliche soziale Unterschiede. Jugendliche aus Familien der oberen sozialen Schichten haben eine 2,7-mal höhere Chance ein Gymnasium zu besuchen als Kinder eines Facharbeiters. Bei PISA 2000 waren die Chancen noch 4,2-mal größer.
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
- Deutschland ist mit einer Differenz von 73 Punkten zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund weiterhin das OECD-Land mit den stärksten migrationsbedingten Unterschieden, die sich insbesondere bei den Jugendlichen der sogenannten zweiten Generation zeigen. Obwohl in Deutschland geboren, erzielen diese Jugendlichen schlechtere Leistungen als ihre aus dem Ausland zugewanderten Mitschülerinnen und Mitschüler.
- Die hohe Differenz ist in einem erheblichem Maße auf soziale Unterschiede und sprachliche Defizite zurückzuführen.
Weiterführende Links
Quelle: BMBF, IPN
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