Pädagogisches Konzept

Bekenntnisschule

Die Freie Evangelische Schule Ulm ist eine staatlich anerkannte Grundschule in freier Trägerschaft. Für solche Schulen sind in unserem Land neben den staatlichen Schulen nur zwei Formen gesetzlich vorgesehen, nämlich Schulen mit besonderer Pädagogik (z.B. Montessori-Schulen) und Bekenntnisschulen. Bei unserer Schule handelt es sich um eine Bekenntnisschule. Das bedeutet, dass wir den staatlichen Lehrplan einhalten und die Unterschiede zu den staatlichen Schulen weniger im pädagogischen, als im weltanschaulichen Bereich liegen.

Bekenntnisgrundlage

Zwar sind uns Schülerinnen und Schüler aller Konfessionen willkommen, jedoch ist die Pädagogik an unserer Schule klar an unserem Bekenntnis ausgerichtet. Dieses Bekenntnis ist evangelisch im eigentlichen Wortsinn, das heißt: Es ist nicht gebunden an eine bestimmte Kirche oder Glaubensgemeinschaft, sondern an das Evangelium, die Gute Nachricht von der Erlösung des Menschen durch Gottes Sohn, Jesus Christus. Glaubensgrundlage ist allein die Heilige Schrift, Glaubenszeugnisse sind das Apostolische Glaubensbekenntnis und die Grundsatzerklärung der Evangelischen Allianz in der Erstfassung von 1846.
Auch wenn wir keine Schule mit "Sonderpädagogik" sind, so erwachsen aus unserer geistlichen Grundlage doch pädagogische Konsequenzen, die im Folgenden etwas näher erläutert werden sollen.

Das biblische Menschenbild

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist das Menschenbild, wie wir es in der Bibel dargestellt sehen. Der Mensch wurde "im Bilde Gottes" erschaffen. Jeder Mensch ist zur Gemeinschaft mit Gott bestimmt und unbeschreiblich wertvoll, weil er ein Liebesgedanke Gottes ist. Seit dem Sündenfall der ersten Menschen (1. Mose 3) und der damit verbundenen Trennung von Gott trägt jeder Mensch jedoch den Keim der Sünde in sich. Die so entstandene Kluft zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer ist allein durch das Opfer Jesu am Kreuz zu überwinden. Jeder, der Jesus Christus als Retter und Herrn im Glauben annimmt, erlangt die Gotteskindschaft und das ewige Leben. Durch das Wirken des Heiligen Geistes, das Wort Gottes und das Gebet kann der Mensch nun in eine vertraute Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott kommen. Sein Leben wird geprägt von Werten und Verhaltensweisen, wie die Bibel sie uns zeigt. Genannt seien hier beispielhaft Ehrlichkeit, Liebe zur Wahrheit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, gegenseitige Achtung und die Bereitschaft, dem anderen zu vergeben bzw. um Vergebung zu bitten.

Vorbilder

Diese Beziehung zum lebendigen Gott und diese Werte sollen den Kindern in unserer Schule nahe gebracht werden. Das kann natürlich nicht nur durch das Hören geschehen, sondern braucht Vorbilder. Deshalb sollen die Lehrer an der Schule als bewusste Christen diese Werte nicht nur vermitteln, sondern auch vorleben. Die Hinführung zum Glauben an Jesus Christus im Religionsunterricht und im Morgenkreis soll mit großer Sorgfalt und ohne jeglichen Druck geschehen.
Außerdem ist uns wichtig, dass Erziehung nicht in erster Linie Auftrag der Schule, sondern der Eltern ist. Unsere Schule versucht deshalb die Eltern in der Ausübung ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen und zu ergänzen. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns deshalb sehr wichtig.

Weitere pädagogische Leitlinien sind:

Wertschätzung geben

Jedes Kind soll spüren und erfahren, dass es in seiner Persönlichkeit wertgeachtet, geliebt und angenommen ist - unabhängig von seinen schulischen Leistungen.

Sinnvolle Grenzen setzen

Ein klar geordneter Rahmen vermittelt den Kindern eine wohltuende Geborgenheit. Innerhalb eines gewissen Freiraums brauchen die Kinder klar dargestellte Regeln, die konsequent eingehalten werden.

Echten Gehorsam lernen

Im täglichen Miteinander sollen die Kinder lernen, wie gut und sinnvoll es ist, sowohl den Lehrern als auch den Eltern gern zu gehorchen. So soll die Erziehung in der Schule sich auch positiv auf das Familienleben auswirken.

Freude wecken

Die Freude an der Arbeit kann geweckt werden durch eine von Hoffnung und Vertrauen geprägte lebensbejahende Einstellung, wie sie uns die Bibel vermittelt.

Lernen mit allen Sinnen

Bei ganzheitlichem Lernen mit unterschiedlichen Methoden werden Kinder aktiv in die Gestaltung des Unterrichts mit einbezogen. Mit allen Sinnen prägen sich Kenntnisse besser ein, werden Fertigkeiten besser erworben. So sollen die Kinder in ihren Bemühungen, ihre eigenen Schwächen anzugehen, unterstützt und in ihren Stärken gefördert werden.

Okkultes und Esoterisches

Keinen Raum haben bei uns okkulte Elemente wie Geschichten von Hexen, Zauberern und Gnomen sowie fernöstliche Meditationsformen.

Gesellschaftliche Aspekte

Die Schule legt auch Wert darauf, dass die Kinder mit ihrer Welt verantwortlich umzugehen lernen. Sie sollen durch ihre Ausbildung an unserer Schule mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten unserer Zeit gut zurechtkommen.

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