Gegenseitige Bereicherung

Cookie Schwaeber-Issan und ihr Mann Itzik zu Besuch in der FES Ulm
Die Rektorin der messianisch-jüdischen Schule in Israel, Cookie Schwaeber-Issan, mit ihrem Mann Itzik (beide sitzend) zu BEsuch in der Ulmer Partnerschule.
Eine Partnerschaft mit Schulen in Israel, die von messianischen Juden getragen wird, hilft Schülern christlicher Schulen in Deutschland, die Bibel mit ihrem jüdisch geprägten Umfeld besser zu verstehen. Davon ist die ehemalige pädagogische Leiterin an der Freien evangelischen Schule in Ulm, Maria Heilig, überzeugt.
 
Die Lehrerin berichtet von guten Erfahrungen der deutsch-israelischen Schulpartnerschaft. 2009 hatte sie eine Partnerschaft der Ulmer Schule mit der messianischen Schule Makor Hatikvah («Quelle der Hoffnung») in Jerusalem ins Leben gerufen. In Israel wächst die Zahl messianischer Juden, die wie Christen an Jesus Christus als den Messias, Sohn Gottes und Erlöser des jüdischen Volkes glauben.

An der Tagesschule in Jerusalem mit rund 100 Schülern in neun Klassenstufen unterrichten zwölf Lehrer. Die Schüler lernen dabei das Alte und Neue Testament kennen und beten zusammen. Ausserdem üben sie im Schulalltag ein, wie man biblische Werte umsetzen kann. Auch in Tiberias am See Genezareth gibt es eine solche Schule. Sie ist der messianischen Pniel-Gemeinde angeschlossen.

Wie Maria Heilig berichtet, schreiben sich die deutschen und israelischen Schüler regelmässig Briefe. Die Schüler beteten zudem für ihre Partnerschule. «Gegenseitige Unterstützung im Gebet hält die Partnerschaft am Leben», berichtet Maria Heilig, das schaffe eine enge Verbindung. Von der Partnerschaft profitieren der Pädagogin zufolge beide Seiten: Die Kinder entwickelten eine «persönliche Liebe zu Israel» und erhielten ein «besseres Verständnis für biblische Geschichten». Die Schüler von Makor Hatikvah wiederum empfänden es als kostbar, Freunde in Deutschland zu haben. Auch die christlichen Gemeinden schätzten den Austausch.

Die Rektorin der Jerusalemer Schule, Cookie Schwaeber-Issan, vermittelt bei ihren Vorträgen in Deutschland immer wieder Einblicke in das Leben in Israel. Der einfachste Weg, eine solche Partnerschaft aufzubauen, ist, einen persönlichen Kontakt zu der jeweiligen Schule aufzubauen, empfiehlt Maria Heilig.

(Artikel aus factum 3/2017, Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags)

Zurück