Glauben

Bekenntnisgrundlage

Das Bekenntnis der Freien Evangelischen Schule Ulm ist bewusst nicht in Anlehnung an eine bestimmte Konfession oder Glaubensrichtung gewählt. Betont werden soll die gemeinsame Grundlage in der Heiligen Schrift, der Bibel, und in Jesus Christus, unserem Erlöser. Deshalb sind als "Glaubenszeugnisse", also als beispielhafte Formulierungen der Inhalte unseres Glaubens, zwei Dokumente gewählt worden, die in der Christenheit breite Zustimmung finden. Das erste ist das Apostolische Glaubensbekenntnis, das von den meisten christlichen Kirchen dieser Welt (nicht nur von evangelischen) geteilt wird. Unser evangelisches Profil kommt im zweiten Dokument zum Ausdruck, der Grundsatzerklärung der Evangelischen Allianz.

Zur Frage, ob die Zugehörigkeit zu einer evangelischen Kirche Voraussetzung für den Besuch unserer Schule ist, lesen Sie in unserem Fragen-Bereich mehr.

Für alle, die näher interessiert sind, gibt es hier einen

 

Auszug aus der Satzung unseres Trägervereins:

 

§ 1   Grundlagen und Bekenntnis

(1) Das Bekenntnis der Freien Evangelischen Schule Ulm ist evangelisch. Glaubensgrundlage ist allein die Heilige Schrift, Glaubenszeugnisse sind das Apostolische Glaubensbekenntnis und die Grundsatzerklärung der Evangelischen Allianz in der Erstfassung von 1846.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Ich glaube an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen

Grundsatzerklärung der Evangelischen Allianz von 1846

  1. Die Partner, aus denen sich die Allianz zusammensetzt, sollen nur solche Personen sein, die im Hinblick auf die untengenannten Lehren das haben und aufrechterhalten, was man gewöhnlich unter einer evangelikalen Überzeugung versteht, nämlich:
    1. Die göttliche Inspiration, Autorität und Allgenugsamkeit der Heiligen Schriften.
    2. Das Recht und die Pflicht eines persönlichen Urteils in der Auslegung der Heiligen Schriften.
    3. Die Einheit der Gottheit und in ihr die Dreiheit der Personen.
    4. Die völlige Verderbtheit der menschlichen Natur infolge des Sündenfalls.
    5. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes, sein Versöhnungswerk für sündige Menschen, sein Mittleramt als Fürsprecher und seine Königsherrschaft.
    6. Die Rechtfertigung des Sünders allein durch den Glauben.
    7. Das Werk des Heiligen Geistes in der Bekehrung und Heiligung des Sünders.
    8. Die Unsterblichkeit der Seele, die Auferstehung des Leibes, das Weltgericht durch unseren Herrn Jesus Christus mit der ewigen Seligkeit der Gerechten und der ewigen Verdammnis der Bösen.
    9. Die göttliche Einsetzung des christlichen Predigtamts und die Verbindlichkeit und Beständigkeit der Anordnung von Taufe und Abendmahl.
  2. Es wird jedoch ausdrücklich erklärt, dass diese kurze Zusammenfassung keineswegs in irgendeinem formalen oder kirchlichen Sinn als Glaubensbekenntnis oder Konfession verstanden werden darf; ebenso wenig beinhaltet ihre Annahme, dass wir uns das Recht anmaßen, autoritativ die Grenzen christlicher Bruderschaft festzulegen.

  3. Es wird ferner ausdrücklich erklärt, dass in dieser Allianz kein Kompromiss in den Auffassungen irgendeines Gliedes oder Druck auf die eines anderen Gliedes in strittigen Punkten gefordert oder erwartet wird. Sondern alle sollen frei bleiben, ihre Glaubensüberzeugungen nach wie vor aufrechtzuerhalten und zu vertreten mit der nötigen Nachsicht und brüderlichen Liebe.

  4. Es wird nicht beabsichtigt, dass diese Allianz den Charakter einer neuen kirchlichen Organisation annimmt oder anstrebt, indem sie beansprucht, in irgendeiner Weise die Funktionen einer christlichen Kirche auszuüben. Es besteht die feste Überzeugung, dass ihr einfaches und gewichtiges Anliegen erfolgreich vertreten werden kann, ohne dass sie sich in die Ordnung irgendeines Zweiges der christlichen Kirche, zu dem ihre Glieder jeweils gehören, einmischt oder sie stört.

Ausdrücklich wird erklärt, dass der Begriff „Allgenugsamkeit der Heiligen Schriften“ (Absatz 1 Nr.1a) wissenschaftliche Forschungsarbeit unter der Autorität Gottes einschließt.